HISTORY

Romet – eine Geschichte des motorisierten Zweirads

 

Betrachtet man die Produktion auf dem Weltmarkt in den 50iger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Motorrädern und Motorfahrrädern, so stößt man auf ein weiteres bedeutendes Produktionsland: Polen. Das ist den Vereinigten Fahrradbetrieben „Romet“ zu verdanken.

 

Die Produkte waren derart beliebt, dass noch vor 15 oder 20 Jahren praktisch jeder Zweirad-Enthusiast ein Romet-Modell besaß. Gerade aufgrund ihrer Einfachheit waren die Konstruktionen so erprobt und bewährt, dass sogar heute noch „Komareks“ oder Mopeds von seinerzeit zum heutigen Straßenbild Polens gehören.

 

BEGONNEN HAT . . .

                                                     

die Geschichte der Produktion von Motorfahrrädern in den Vereinigten Fahrradbetrieben Romet in den späten 50iger-Jahren.

Die Idee dazu entstammte nicht nur den Marktbedürfnissen, sondern auch dem politischen System der Zeit entsprechenden Wunsch, die Volksrepublik Polen dürfe in der motorisierten Zweiradproduktion nicht den kapitalistischen Ländern wie Deutschland oder Frankreich nachstehen.

Die Spezialisten von Romet entwarfen, auf eigenen Konzepten basierend, das erste Motorfahrradmodell und da es keine Test-Abteilung gab, wurden die Prototypen gleich unter realen Bedingungen im Straßenverkehr erprobt.

Der Motor dieses ersten Modells erreichte eine, für diese Zeit beinahe „magische“, Leistung von 1,4 PS, verfügte über ein Doppelkupplungsgetriebe und wurde mittels Pedalen und Kurbeln angelassen.

 

 

DIE WELT DER INSEKTEN...      

                                                     

Das erste Motorfahrrad für die Öffentlichkeitbekam den Spitznamen MR 230 KOMAR (Mücke) genannt.

 

Allein im Jahr 1961 wurden 4.000 Modelle verkauft, was damals über 30% aller auf dem Markt verfügbaren Motorfahrräder ausmachte. Die KOMAR haben alle gefahren: Postboten, Beamte, Jugendliche, Erwachsene, die Arbeiterklasse. Das Interesse an dem Modell war dermaßen groß, dass Romet bald eine zusätzliche Fabrik eröffnet und die Konstrukteure arbeiteten intensiv an weiteren Modellen.

Im Jahre 1968 machte der Anteil von Romet schon 98% des ganzen polnischen Zweirad-Markts aus.

 

DIE MARKTEROBERUNG

 

Der Markterfolg von dem Modell „Komar” und die Modernisierung der Fabrik ermöglichten eine Verbreiterung des Romet-Angebots. 1976 wurde auf den Markt ein Motorfahrrad eingeführt, dessen Motor eine für damals unglaubliche Leistung erreichte. Die Ogar 200 wurde im Markt eingeführt.

                                                                                        

Zug um Zug wurden die nächsten Modelle eingeführt: Kadet 780, Kadet 110 Automatic (mit Jawa-Motoren). Das stärkste Modell im Angebot, die Romet 50T, erreichte eine Leistung von 2,5 PS, und damit eine Spitzengeschwindigkeit von fast 65 km/h. Das letzte Modell, die Chart 210, seit 1988 hergestellt, folgte neuesten Trends und wich in Stil und Technologie von den bisherigen Modellen ab. Es verfügte u.a. über serienmäßig montierte Blinker, ein Bremslicht, hydraulische Stoßdämpfer und einen Sattel für zwei Personen.

 

DAS NEUE KAPITEL . . .

ARKUS & ROMET GROUP

 

Das Jahr 2006 war ein Wendepunkt für das Unternehmen. Es wurde, dank der ARKUS & ROMET GROUP GmbH, das von Romet hergestellte Modell Pegaz präsentiert. Die ARKUS & ROMET GROUP GmbH hat nicht nur die Marke, sondern auch die polnische Motorrad-Tradition übernommen.

 

DIE EXPANSION AUF DEM WELTMARKT

 

Die Erfolge auf dem polnischen Markt trug Früchte für den Export: Allein im Jahr 1966 wurden über 13.000 Modelle exportiert; Zu Spitzenzeiten wurden jährlich über 20.000 Stück exportiert. Sie wurden nach Schweden, Deutschland, Irland und sogar nach Nigeria und der Türkei geliefert -  insgesamt über 145.000 polnische Motorfahrräder. Das weltweite Prestige von Romet stieg derart, dass es 1980 zu einleitenden Gesprächen über die Herstellung von einem neuen Modell in Zusammenarbeit mit italienischen und japanischen Zweirad-Marktführern kam.


Romet – Geschichte des Fahrrads

 

ANFÄNGE

 

Die Anfänge von Fahrradindustrie in Polen reichen bis zu den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts zurück. 

 

Die ältesten und gleichzeitig größten Fahrradfabriken dieser Zeit waren: der Fahrradproduktionsbetrieb „Wicher” (gegründet 1891), die Fahrradfabrik Wohrena in Warschau (gegründet 1893) und die Fahrrad- und Fahrradteilefabrik von F. Zawadzki (gegründet 1917).

Obwohl sich die lokale Fahrradindustrie gut entwickelte, wurde dennoch ein großer Teil der Fahrräder aus industrialisierten Ländern importiert, besonders aus Deutschland – dies setzte sich auch nachdem Polen seine Unabhängigkeit wiedererlangt hatte fort.

 

ROMET

                         

Um die Jahreswende 1945-1946 gab es in Polen nur 1,2 Millionen Fahrräder, was bedeutet, dass von 23 Bürgern nur einer ein Fahrrad besaß.

 

Nachdem das Unternehmen „Vereinigte Fahrradbetriebe“ (Zjednoczone Zakłady Rowerowe) im Jahre 1948 entstanden war, entwickelte sich die Produktion sehr schnell. Trotz des Mangels an Rohstoffen und trotz geringer Zahl von qualifiziertem Personal entwickelte sich die Fabrik erstaunlich gut. 1971 ist Romet als die elfte Abteilung des Unternehmens entstanden. Die Fabrik hat anfangs 450 Angestellte und stellte jährlich 220.000 Fahrräder her.

 

WIGRY 3 – DAS LEGENDÄRE FAHRRAD DER VOLKSREPUBLIK POLEN

                                                                                                        

Manche von den Wigry-Fahrrädern werden schon als legendär betrachtet. Eines dieser legendären Modelle ist zweifellos das berühmte Wigry 3. 

Es gibt wohl keine Familie in Polen, in der nicht mindestens eine Person mit diesem Klappfahrrad (polnisch: składak) fuhr. Seine charakteristische Silhouette, die Dynamolampe und der Gepäckträger mit Feder erwecken bis heute nostalgische Gefühle bei Erwachsenen, für die dieses Modell oft der Anfang Ihres Abenteuers „Fahrradfahren“ war.

 

                                                  

MODERNISIERUNG

                                  

Das Jahr 1976 war für die Romet-Fabrik das Modernisierungsjahr - der gesamte Betrieb wurde ausgebaut, Montagebänder, elektrostatische Lackiererei und Geräte für die Nassbehandlung wurden errichtet.  

Dank diesen Veränderungen verließ bereits im August 1977 das millionste Fahrrad das Fließband. Die rasant positive Entwicklung von Romet zeigt schon der Umstand, dass man für die Herstellung der ersten Million Fahrräder fünf Jahre lang benötigte, die nächste Millionen aber in der Hälfte dieser Zeit produzierte.

Nach Oben
Shop is in view mode
View Vollversion der Website
Sklep internetowy Shoper.pl